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Zentrale Begriffe der Kommunikation:
Einweg- und Zweiwegkommunikation
Einwegkommunikation, da redet Gelegentlich habe ich folgende Am Schluss dürft ihr jeweils schät-
in einem Gespräch von mindestens Übung in zwei Durchgängen zen, wie viele ihr richtig gezeichnet
zweien nur einer, erzählt oder gibt durchgeführt: habt“
Anweisungen.
„Ich werde euch Anweisungen ge- (Nach Antons, Klaus, 1975: Praxis
In einer Zweiwegkommunikation ben, eine Serie von Quadraten zu der Gruppendynamik. Hogrefe:
kann ich als Gegenüber nicht nur zeichnen. Ihr sollt diese Quadra- Göttingen)
mitreden, sondern auch Verständ- te so aufzeichnen, wie ich es euch
nisfragen stellen. sage. Beim ersten Versuch stellt Die erste Übung erfolgte also als
bitte keine Fragen, Ihr werdet auch Einwegkommunikation, die zweite
Auch wenn letzteres zeitaufwen- keine Antwort bekommen. als Zweiwegkommunikation.
diger ist, entsteht dabei mehr ein Bei der zweiten Übung dürft ihr
Gefühl der Sicherheit, einander nachfragen und ich werde euch Die zweite Übung dauerte insge-
verstanden zu haben. antworten, wenn ihr fragt. samt natürlich länger, wobei das ei-
Was ihr auch immer fragt, ich wer- gentliche Zeichnen schneller ging.
de euch aber nicht zeigen, wie die Das höhere Maß an Verständnis er-
Quadrate platziert sind und zuein- höhte das Selbstvertrauen, es richtig
ander stehen. gemacht zu haben. Und die Teil-
nehmer fühlten sich besser dabei.
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